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Aus dem Alltag einer Schuldnerberatung – Beispiel 1

Die Gläubigerverhandlung

GläubigerverhandlungOft wird eine Schuldnerberatung gefragt, wie hoch der Schuldenbetrag sein muss, damit man einen Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht stellen kann. Die Frage ist einfach zu beantworten, denn die Insolvenzverordnung setzt hierfür keine bestimmte Schuldenhöhe voraus, sondern eine Überschuldung bzw. Zahlungsunfähigkeit und die daraus folgende Unfähigkeit zur Schuldentilgung sowie das Scheitern einer Gläubigerverhandlung.

Prüfung der wirtschaftlichen Situation

Daher ist es wichtig im ersten Beratungstermin erst einmal zu prüfen, wie sich die wirtschaftliche Situation des Interessenten zusammensetzt und wie hoch die Schulden sind. Hierzu sollte man sich immer professionelle Beratung bei einer Schuldnerberatung einholen, denn die Berechnung von Zinsen und eventuellen Kosten für Vollstreckungsmaßnahmen sind für die meisten Privatpersonen sehr unübersichtlich.

Bei einem geringen Betrag von z. B. 1.000 Euro würden viele daher von einer Verbraucherinsolvenz abraten und versuchen mit den Gläubigern eine Vergleichsverhandlung (Gläubigervergleich) aufnehmen. Denn man sollte nicht vergessen, dass ein Insolvenzverfahren (Privatinsolvenz Berlin) nicht nur Rechte für einen offen hält, sondern auch Pflichten. Zudem entstehen auch Verfahrenskosten und Kosten für den Treuhänder.

Arten der Gläubigerverhandlung

Es gibt verschiedene Arten von Gläubigerverhandlungen. Einige Schuldner erhalten in manchen Fällen über Dritte, z. B. aus der Familie, einen einmaligen Betrag x um damit die Schulden in einem Rutsch tilgen zu können. Den Gläubigern wird dann dementsprechend ein Vorschlag mit der zu verteilenden Summe unterbreitet. Aber auch mit monatlichen Tilgungsbeträgen kann man einen Vergleich anbieten. Bei einer Gläubigerverhandlung sollte man immer bedenken, dass der monatliche Betrag sechs Jahre lang Monat für Monat zu leisten ist, egal wie sich die wirtschaftliche Situation des Schuldners entwickelt.

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Der Fall der Angestellten B

Hierzu stellen wir einen Fall aus der Praxis zur Verdeutlichung vor. Die Angestellte B mit einem monatlichen Arbeitseinkommen von ca. 1.229 Euro und einem Schuldenbetrag in Gesamthöhe von 20.000 Euro, möchte keinen Antrag auf Insolvenz stellen, sondern sich mit den Gläubigern auf eine Tilgung einigen. Bei einem Einkommen von monatlich ca. 1.229 Euro ergibt sich gemäß der Pfändungstabelle der „Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen“ somit ein pfändbarer Betrag ohne unterhaltspflichtige Personen monatlich in Höhe von 122,47 Euro. Somit könnte ein gesamter Betrag berechnet auf sechs Jahre in Höhe von 8.817,84 Euro auf die Gläubiger verteilt werden. Bei einem Insolvenzverfahren würden von dem Betrag in Höhe von 8.817,84 Euro die Verfahrenskosten sowie die Kosten für das Insolvenzverfahren abgezogen werden. Der Gläubiger würde demnach weniger erhalten.

Nach Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse und Aufstellung der monatlichen Ausgaben errechnete eine Schuldnerberatung mit der Angestellten B zusammen eine monatliche Tilgungsrate in Höhe von 200 Euro.

Erfolgreicher Vergleich

Den Gläubigern konnte in diesem Fall somit eine Gesamtsumme für alle zusammen in Höhe von 14.400 Euro angeboten werden. Dem angebotenen Vergleich wurde zustimmt, da die Tilgungssumme über 50 Prozent lag. Im weiteren Verlauf wurden dann die offenen Beträge festgesetzt, damit die Zinsen nicht wie bei einer normalen Tilgung weiter berechnet werden.

3 Beispiele aus dem Alltag einer Schuldnerberatung